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Ich hatte den seltsamsten Traum aller Zeiten

Ich hatte den seltsamsten Traum aller Zeiten: So spricht man hyperbolisch, als gäbe es nicht Milliarden Menschen, die jede Nacht ebenfalls träumen, als wäre es nicht schon unwahrscheinlich genug, hätte man den seltsamsten Traum einer Nacht, oder eines Tages, da auf der Gegenseite der Erde bekanntlich die Sonne scheint. Ich hatte den seltsamsten Traum aller Zeiten, und dabei ist es selbst langweilig, einen nur seltsamen Traum zu hören, ohne den Menschen und seine Umstände zu kennen. Wen interessiert die falsche Geschichte eines phantasierenden Gehirns? Wäre das nicht besser in Romanform?
18.2.11 10:36


16.2.11 16:40


In der Bahn eine halbvolle Familie gefunden

In der Bahn eine halbvolle Familie gefunden, ich setzte mich zwitschernd dazu und trank sie aus. Draußen zogen die Bäume der Rheinebenensteppe vorbei, Kleingärten und Lärmschutzmauern mit Graffiti von Talentlosen. Erst sprühen, dann überfahren werden. Ich denke oft an die Nacht.
13.2.11 23:02


Mit einem Edding das ganze Gesicht schwarz malen

Mit einem Edding das ganze Gesicht schwarz malen: Keine rosa Hautreste lassen, die Lippen anschwärzen, Zahnfarbe über die Zähne streichen, und mit einem Eyeliner direkt ins Auge malen, das ganze nasse Weiß schwärzen. Ich habe es getan, und jetzt habe ich Krebs. Ich mache keine Fotos von mir, dann ist es nie geschehen. Wo keiner hinsieht, passiert nichts!
12.2.11 15:32


Castlevania: Lords of Shadows vs. Bayonetta: Ladies of Lights

Videospiele? Ja, ich habe Ferien und nichts besseres zu tun, als meine Zeit in den Schlund einer Konsole zu stecken, wo sie verschwindet und NICHTS bringt. Nichts Sinnvolles zumindest, Sinnloses dagegen schon, und das werde ich hier kurz ausbreiten, einen einzigen Satz: Castlevania: Lords of Shadows ist Bayonetta in allen Punkten eines guten Spieles unterlegen.
Ich werde gleich eine Warnung vorausschicken, eine Spoiler-Warnung: Ich werde etwas von der Handlung verraten. Andererseits ist diese bei Castlevania so schlecht, dass es einem geradewegs egal sein sollte. Castlevania erzählt die Geschichte eines frommen Kerls, der zu Gott betet und wie Orpheus seine Eurydike (in diesem Fall eine Marie) aus dem Totenreich zurückholen möchte. Dafür kämpft er an der Seite von Pan (Wirklich? Wirklich.) und einem Kerl, der in den Zwischensequenzen mit einer nervtötenden Stimme die "Geschichte" erzählt, die man gerade erlebt. Es muss sehr schwer gewesen sein, sich diese Sätze aus den Fingern zu saugen, denn prinzipiell schlachtet man sich nur von einem Monster zum nächsten und durchläuft Fantasy-Welten auf engen Pfaden, ohne dass man großartige narrative Momente erlebt. Was man hingegen erlebt, regt einen allerdings noch so sehr auf, dass es die Entwickler am besten ganz weggelassen hätten, so wie eine Vorgeschichte, die eventuell etwas Empathie über den Hauptcharakter (Gabriel) hätte streuen können. Man metzelt 20 Stunden lang durch Horden, aber keine einzige Minute wird aufgewendet, um einem die Prinzessin näher zu bringen, die man retten soll. Vielleicht ist das eine Hommage an Super Mario? Immerhin werden diverse Levelelemente aus Super Mario Galaxy zitiert (kopiert), da könnte man auch gleich die Story nehmen. Und das Christentum hinzufügen.
Was insofern interessant ist, als Gott als einzige Person nie auftritt und auch nie einschreitet, obwohl ein jeder "gute" Charakter zu ihm betet, Gabriel eingeschlossen. Fast hätte ich eine subversive Kritik wahrgenommen, aber in der vorletzten Szene strahlt sein blaues Licht dann doch vom Himmel und lässt einen im Glauben nicht mehr zweifeln. Es ist ja auch ein spanisches Entwicklerteam gewesen, wenn ich die Credits richtig deute, und in Spanien hängen noch so manche gekreuzigten Jesusse an den Wänden... 
Aber das ist nur ein Randaspekt, durch das Spiel wird man wohl nicht unbedingt gläubig werden, selbst wenn man Satan im letzten Bosskampf begegnet und ihn tötet. Was heißt das nun? Ist das Böse besiegt? Satan ist tot, die Welt ist gerettet! Aber nein, der Engel Gabriel wird plötzlich zu Dracula. Damit hätte zwar niemand gerechnet (ich hatte ja das Happy End schon fast vor Augen, als krönendes Sahnehäubchen!), damit wird aber auch niemand zufrieden sein, weder die Nerd-Fans der Serie, die ihren Helden nicht zum Bösen der nichtmittelalterlichen Gegenwart verwandelt sehen wollen, noch solche unbeteiligten Mitspieler wie ich, die sich wenigstens den Hauch einer Qualität bei Videospiel-Plots erhoffen.
Bayonetta hatte das. Und zwar nicht durch intellektuelle Großartigkeit, sondern durch pure Over-the-Top-Japan-Trash-Stupidität. Man lacht, während man Bayonetta spielt, und man ärgert sich, während man Castlevania spielt. Aber die katholische Kirche hat mir in einem Brief schon dargelegt, dass ich nur so fühle, weil der letzte Endgegner bei Bayonetta Gott höchstpersönlich ist. Und weil sie eine Frau ist? Als atheistische Post-Feministin kann ich praktisch nur für Segas Traum von einem weiblichen Devil May Cry schreiben. Und das Gameplay ist auch besser.
8.2.11 18:38


Black Swan

Keine Spoiler: Aronowsky hat also wieder einen Film gedreht, und ich hatte ihn schon abgehakt als leicht überdurchschnittlicher Kerl aus Amerika, der sich viel vornimmt, aber stets an der einen oder anderen Übertreibung scheitert. Dabei sehe ich seine Filme ganz gerne, sonst gibt es wenig aus Amerika, von dem man das noch sagen könnte. Die Coen-Brüder möglicherweise, oder Lynch und Jarmusch, und mit großen Vorbehalten auch Eastwood, aber ich schweife schon ab, ich wollte etwas zu Black Swan sagen: Aronowsky überzeugt fast vollständig und überbietet seine vorigen Werke um ein ganzes Stück. Man sieht zwar die Vorbilder durchscheinen (allen voran Die Klavierspielerin von Haneke), aber es bleibt etwas, was man im Arthouse-Kino oftmals vermisst, nämlich stimmige Bombastik. Black Swan ist nicht subtil, er hat eine Axt in der Hand und schlägt wild um sich, und genau dadurch bleibt er einem im Gedächtnis. Mehr verrate ich nicht, gute Filme müssen selbst entdeckt werden.
6.2.11 22:20


Bei Anrufen warte ich immer drei Klingelzeichen ab

Bei Anrufen warte ich immer drei Klingelzeichen ab, und wenn dann meine kleine Schwester am Telefon ist, die mich fragt, wie ich es geschafft habe, so lange als WRACK zu überleben, dann greife ich in tief in die Schale mit getrocknetem Gemüse, die in der Küche steht, um meine Schokoladengier abzulenken, und kaue laut und ekelhaft auf einer Trockentomate, und die papiernen Fetzen flattern mir aus dem Mund auf den Kachelboden, oder bleiben an den Lippen kleben, wo ich sie mühsam mit der Zunge einsammeln muss. Ich antworte ihr ungern auf ihre pubertären Fragen, weil ich glaube, dass sie im Internet bessere Ratschläge finden kann. Sie weint, wenn ich nicht aufpasse und ihren Körper erwähne. Ich bin gelassen.
5.2.11 12:06


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